Beim Projekt Schule im Südhafen – Skolen I Sydhavnen – in Kopenhagen laden die Architekten JJW Arkitekter die Stadt in die Schule ein und öffnen die Schule der Stadt gegenüber, indem sie sich der Lage am Hafen bedienen und das Wasser als zusätzliche Freiluftklasse nutzen.
Gleichzeitig schaffen sie durch variable Innenräume eine Vielzahl unterschiedlich dimensionierter Aufenthalts- und Rückzugsbereiche, die verschiedenste Bespielmöglichkeiten zulassen – von Schülerversammlungen bis zu intimen Lerngruppen zweier Klassenkollegen. Dafür wurde die Schule mit der nationalen Auszeichnung „Schule des Jahres“ von der Nohr-Con-Bildungsinstitution prämiert.
Zum Zeitpunkt, als JJW Arkitekter den Architekturwettbewerb gewannen, gab es bereits einige neu errichtete Apartment- und Bürohäuser im neuen Stadtteil Sydhavnen – ehemals Bestandteil des Kopenhagener Hafens, der zur Zeit in ein Stadtviertel mit gemischter Nutzung umformt wird. Jedoch fehlte dem neuen Südhafen ein verbindendes Element.
Somit war eine Zielsetzung des Wettbewerbs die Schaffung eines Objekts, das beide Funktionen erfüllen sollte, die einer Schule sowie eines kulturellen Treffpunkts. Die Lösung fand sich darin, das Erdgeschoss und einige Teile des ersten Obergeschosses in öffentliche Bereiche zu verwandeln. Auf diese Weise konnten JJW Arkitekter die Bewohner von Kopenhagen dazu einladen, die Schule zu begehen und zu nutzen.