Madrids Stadtwald, auf Spanisch „Bosque Metropolitano“, ist das Vorzeigeprojekt des Stadtplanungsamtes von Madrid. Auf 75 km Länge führt der Grüngürtel einmal um Madrid, umfasst mehr als 2300 Hektar neuen Wald mit über 2 Millionen neuen Bäumen ausschließlich einheimischer Arten und schafft Verbindungen zu bestehenden Grünflächen.
Der Ursprung des Projektes „Bosque Metropolitano“
In Madrid fand nie eine Industrialisierung statt, wie wir sie aus anderen Städten kennen. Daher gibt es heute auch keinen Industriegürtel, der umgewandelt werden müsste. Was es jedoch gibt, sind viele Randgebiete, Gelände, die zwischen Infrastrukturen und anderen Bauten liegen, oder Grundstücke, die seit langem nicht mehr landwirtschaftlich oder zur Gewinnung von Rohstoffen genutzt werden. Es handelt sich um brachliegende Flächen, gar nicht oder wenig genutzt, vernachlässigt und heruntergekommen.
Das Projekt „Bosque Metropolitano“ zielt darauf ab, diese Restflächen und Grundstücke als Grünflächen wiederzugewinnen, sie aufzuforsten und mit den bestehenden Grünzonen zu einem Stadtwald rund um Madrid zu verbinden. Der soziale, ökologische, aber auch funktionale und wirtschaftliche Gewinn ist unschätzbar.