Die Tour befasst sich mit der Entwicklung von Neu Belgrad und untersucht den Erfolg und das Scheitern dessen revolutionärer Ideen, ausgedrückt in einer neuen Hauptstadt für das neue sozialistische Jugoslawien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie mit der heutigen Transformation dieses Konzeptes.
Am gegenüberliegenden Ufer des Save-Flusses, wo einst Überschwemmungs- und Sumpfgebiete waren, entstand nach dem 2. Weltkrieg ein komplett neuer Stadtteil, beeinflusst von den Städtebaulichen Ideen des Internationalen Stils sowie von Le Corbusier. Wohnagglomerationen aus Blöcken für bis zu 10.000 EinwohnerInnen aber teils auch mehr, ausgeführt meist in modularer Fertigteil Vorgespannten und Sichtbeton Bauweise des Brutalismus, wurden mit großzügigen Freiräumen und mit üppiger Begrünung, Einrichtungen für Gemeinschaft, Kindergärten, Schulen, Nahversorgung und Freizeit ausgestattet. Es entstehen Regierungs-, Verwaltungs- und Bürogebäude sowie Kulturbauten, Hotels usw. Heute ist Neu Belgrad mit über 210.000 Einwohnern die größte Gemeinde Belgrads.